aktuelle Bücher aus Geographie, Umweltwissenschaft, Raumplanung, Länderkunde, Stadtforschung, Regionalwissenschaften und Erdkunde
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Carsten Butsch: Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Barrieren und Anreize in Pune, Indien. Stuttgart (Megastädte und globaler Wandel, Band 2) 2011. 324 S.
Durch den raschen Urbanisierungsprozess in Schwellen- und Entwicklungsländer entstehen Gesundheitsprobleme in bisher unbekanntem Ausmaß. Meist werden städtische Räume in diesen Ländern vereinfachend als ausreichend versorgt beschrieben. Dieser Sichtweise wird hier eine differenzierte Untersuchung des Zugangs von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen entgegengesetzt.
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Torsten Wißmann: Raum und Identitätskonstruktion des Eigenen. Stuttgart (Erdkundliches Wissen, Band 148) 2011. 204 S.
Das Eigene und das Fremde: Beide stehen sich gegenüber, und vom eigenen Hier fällt der Blick auf das fremde Dort. Dabei wird Eigenes nur vom Fremden begrenzt – und umgekehrt.
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Ma rtin Geiger: Europäische Migrationspolitik und Raumproduktion. Internationale Regierungsorganisationen im Management von Migration in Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine. Baden-Baden 2011. 333 S.
Wie in anderen Regionen übernehmen auch in Europa internationale Regierungsorganisationen immer häufiger das sogenannte Management von Migration. Die Effekte des neuen Managementansatzes der Migrationspolitik und der paradoxe wie zugleich paradigmatische Fall einer migrationspolitischen Europäisierung von Nicht-EU-Staaten durch Nicht-EU-Akteure sind bislang kaum untersucht worden.
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Jörg Gertel, Ingo Breuer (Hg.): Alltagsmobilitäten. Aufbruch marokkanischer Lebenswelten. Bielefeld 2011. 452 S.
Die Proteste des »Arabischen Frühlings« verdeutlichen zweierlei: einerseits die grundlegenden Unzufriedenheiten und Unsicherheiten, die in den vergangenen 30 Jahren im Gefüge neoliberaler Globalisierung entstanden sind. Andererseits entlarven sie unsere Unwissenheit über lokale Alltagsbezüge, die trotz einer digitalen Informationsflut sogar zu wachsen scheint.
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Stefan Kurath: Stad tlandschaften Entwerfen? Grenzen und Chancen der Planung im Spiegel der städtebaulichen Praxis. Bielefeld 2011. 572 S.
Was kann Planung? Und was kann sie nicht? Orientiert an Arbeiten der Aktor-Netzwerk-Theorie rekonstruiert Stefan Kurath die lokale städtebauliche Praxis am Beispiel von vier ausgewählten Mikrostudien, um in einem zweiten Schritt Planungsansätze wie »Handbuch zum Stadtrand«, »After Sprawl«, »Neun Thesen zur Stärkung der Peripherie« und »Zwischen Stadt Entwerfen« auf ihre Alltagstauglichkeit zu beurteilen.
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Lisa Nieße: Wohnen und Arbeiten in Suburbia. Szenarien und Potenziale. Saarbrücken 2011. 256 S.
Dieses Buch öffnet in einer anschaulichen Recherche die Augen dafür, was ‚Suburbia’ in Deutschland bedeuten kann. Die Analyse von aktuellen Leitbildern und ihre Überlagerung mit derzeitigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen führen hier zu einem klaren Zielsystem für Umlandgemeinden. Dabei werden in dem Spektrum von Wohnen und Arbeiten die Kernthemen der Stadtentwicklung aufgefächert und mit der Geschichte und Realität einer ausgewählten Gemeinde in der Hamburger Stadtregion überlagert. Dort begegnet man zwar den vielzitierten Suburbia-Stereotypen, wird aber auch mit der Vielfältigkeit von Stadtentwicklung konfrontiert, die man so in Suburbia vielleicht nicht erwartet hätte.
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Kris tina Dietz: Der Klimawandel als Demokratiefrage. Sozial-ökologische und politische Dimensionen von Vulnerabilität in Nicaragua und Tansania. Münster (Raumproduktionen: Theorie und gesellschaftliche Praxis Band 11) 2011. 320 S.
Insbesondere marginalisierte Bevölkerungsgruppen der Dritten Welt sind den Folgen des Klimawandels ausgeliefert. Seit den 1990er Jahren erfährt die Diagnose einer besonderen Vulnerabilität dieser Menschen breite Zustimmung. Doch was genau macht Individuen verwundbar gegenüber steigenden Temperaturen, ausbleibenden Regenfällen und zunehmenden Extremwetterereignissen? Und wie ist das Konzept der Vulnerabilität sozialwissenschaftlich zu fassen?
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Andre Bideau: Architektur und symbolisches Kapital. Bilderzählungen und Identitätsproduktion bei O. M. Ungers. Basel (Bauwelt Fundmante 147) 2011. 232 S.
Oswald Mathias Ungers' (1926-2007) Werk ist nicht zu trennen von der vom westdeutschen Wohlfahrtsstaat konditionierten Stadt und der seit den 1960ern geführten Urbanitätsdiskussion . Nach der Abkehr vom umstrittenen Massenwohnungsbau suchte Ungers im abstrakten Bild der Architektur nach den zeitlosen Grundlagen der Disziplin. Diskursiv und über seine Bauten und Entwürfe lieferte er nach 1968 eine entscheidende Orientierung für ein besonders in der Bundesrepublik Deutschland frustriertes Metier, etwa mit dem im "Labor" Westberlin entwickelten Konzept des "Grünen Archipels" oder durch die Forderung nach selbstreferentieller "Thematisierung " der Architektur.
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Ines Lauffer: Poetik des Privatraums. Der architektonische Wohndiskurs in den Romanen der Neuen Sachlichkeit. Bielefeld 2011. 356 S.
Es sind nicht mehr einzig und allein die Kaufhäuser, Straßenschluchten und all die anderen öffentlichen Räume der Großstadt, die um 1920 zum Schauplatz neusachlicher Romane werden. Vielmehr dringen Autoren wie Joseph Roth, Irmgard Keun und Siegfried Kracauer gemeinsam mit Architekten wie Le Corbusier und Bruno Taut in den privaten Raum ein.
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Sil ja Klepp: Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz. Eine Ethnographie der Seegrenze auf dem Mittelmeer. Bielefeld 2011. 428 S.
Die Außengrenzen sind zu einem umkämpften Raum der EU-Politik zwischen Grenzkontrollen und Flüchtlingsrechten geworden. Silja Klepp stellt diese Aushandlungskämpfe in einer Ethnographie der Seegrenze dar. Forschungsreisen entlang der Küsten von Libyen, Italien und Malta verbinden sich zu einem einzigartig dichten Blick auf die Zwänge und Handlungslogiken der Akteure im Grenzraum.
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F ernand Kreff, Eva-Maria Knoll, Andre Gingrich (Hg.): Lexikon der Globalisierung. Bielefeld 2011. 536 S.
Die Globalisierung hat die Welt grundlegend verändert. Die radikalen Folgen dieser Revolution betreffen nicht nur abstrakte Prozesse in Wirtschaft und Politik, sondern sind konkret in unserem Alltag erlebbar.
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