John A. Agnew: Reinventing geopolitics: geographies of modern statehood. Heidelberg 2001. 85 S.

Seit 1997 laden das Geographische Institut der Universität Heidelberg und die Klaus Tschira Stiftung einmal jährlich eine international herausragende Wissenschaftlerin bzw. einen international herausragenden Wissenschaftler zur sog. Hettner-Lecture ein. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, aktuelle theoretische Fragestellungen über Disziplin- und Ländergrenzen hinweg zu diskutieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Förderung des "Nachwuchses" gelegt, dem noch während des Studiums oder zu Beginn der wissenschaftlichen Laufbahn die Möglichkeit geboten wird, mit dem jeweiligen Gast intensive Diskussionen zu führen. Zu diesem Zweck umfasst das Programm neben zwei öffentlichen Vorträgen mehrere Seminare mit Workshopatmosphäre.

Bei dem zu besprechenden Band handelt es sich um die Publikation der vierten Hettner-Lecture, zu der mit JOHN A. AGNEW, Professor of Geography an der University of California in Los Angeles, einer der herausragenden Vertreter der angelsächsischen Politischen Geographie eingeladen worden war. Wie üblich sind die beiden öffentlichen Vorträge in die Publikation aufgenommen worden. Daran anschließend ist ein dritter Aufsatz abgedruckt, der das besondere Interesse AGNEWs für Fragen der Politischen Geographie Italiens erkennen lässt. Den drei Beiträgen voran stehen einleitende Worte der Herausgeber HANS GEBHARDT und PETER MEUSBURGER; am Ende des Buches finden sich - neben einer Darstellung der Klaus Tschira Stiftung - photographische Eindrücke der verschiedenen Veranstaltungen.
Im ersten Aufsatz, "National boundaries and Europe's borders", analysiert AGNEW die besonderen historischen Bedingungen, die zur Entstehung zwischenstaatlicher Grenzen im Europa des 16. Jahrhunderts führten. Warum, so seine Leitfragen, wurde das Konzept zwischenstaatlicher Grenzen ausgerechnet in Europa "erfunden"? Worin unterschied sich das frühmoderne Europa vom Rest der Welt sowie von seiner eigenen "grenzenlosen" Vergangenheit? Und was führte dazu, dass sich das Konzept von Europa aus über den ganzen Erdball verbreitete? Die Antwort auf diesen Fragenkomplex sieht er u. a. in der Konkurrenz zwischen den entstehenden nationalen Eliten, die ihren Kampf um Macht und Reichtum mit der Frage verknüpft hätten, wer der legitime Vertreter Europas in der Welt sei. Der damit verbundene Rückgriff auf das zivilisatorische Erbe der Griechen und Römer habe nun nicht nur eine klare Vorstellung dessen erfordert, wo Europa "anfing" und wo es "endete", wer "dazugehörte" und wer "ausgeschlossen" blieb. Er habe auch eine sorgfältige symbolische Aufladung des jeweiligen nationalen Territoriums erfordert - eine Aufladung, die zweifelsfrei deutlich machen sollte, warum dieses (und nicht jenes) Territorium die "eigentliche" Reinkarnation des alten Europas darstellte (8-9).
Zwischenstaatliche Grenzen seien also zur Klärung der Frage notwendig gewesen, welcher Staat dazu berufen sei, Europa in der Welt zu vertreten. In dieser Hinsicht seien sie als das "innereuropäische Doppel" des hierarchischen Verhältnisses zu verstehen, in dem Europa zum Rest der Welt stand. Diese These führt AGNEW im weiteren Verlauf des Artikels unter Bezugnahme auf drei Gesichtspunkte aus: Erstens in bezug auf die Entwicklung der Grenzterminologie in verschiedenen europäischen Sprachen; zweitens hinsichtlich der Definition "Europas" unter besonderer Berücksichtigung des antiken Erbes. In einem dritten Kapitel behandelt er schließlich zwei Fallbeispiele (Mazedonien und Italien), die deutlich machen sollen, inwiefern auch heute noch auf "Europa" und dessen vermeintliches zivilisatorisches Erbe zurückgegriffen wird, wenn es darum geht, bestimmte Demarkationslinien zu legitimieren.
Trotz einer Fülle von historischen Verweisen bleiben die Ausführungen in den entsprechenden Kapiteln schwer nachvollziehbar - was nicht zuletzt daher rühren mag, dass viele Belege nur skizzenhaft angebracht, nicht aber ausgeführt werden. Auch drohen die ohnehin komplexen Leitfragen angesichts der Materialfülle zuweilen aus dem Blickfeld zu geraten. Zudem fällt bereits in diesem ersten Aufsatz auf, dass der Autor einen besonderen theoretischen Ansatz verfolgt - einen Ansatz, den man in erster Annäherung vielleicht als "halben Konstruktivismus" bezeichnen könnte. So richtet AGNEW seinen Blick einerseits auf historische Kontingenzen und wendet sich gegen die verbreitete Perspektive, zwischenstaatliche Grenzen stellten etwas "zeitloses" oder "natürliches" dar. Dies hindert ihn aber nicht daran, in anderer Hinsicht recht sorglos mit erkenntnistheoretischen Fragen umzugehen. Sprich: Es hat den Anschein, als setzte er sich kaum mit den erkenntnistheoretischen Implikationen seiner eigenen Abschlüsse auseinander; als verwechsele er diese Setzungen mit einer historischen Realität.
Folglich dürften insbesondere diejenigen, die den Autor aufgrund früherer Publikationen im geistigen Umfeld der konstruktivistischen Critical Geopolitics verortet haben - hier sei etwa der grundlegende Aufsatz "Geopolitics and discourse. Practical geopolitical reasoning in American foreign policy" (Ó TUATHAIL a. AGNEW 1992) genannt -, vom theoretischen Ansatz des Aufsatzes überrascht sein. Um so begrüßenswerter ist es, dass AGNEW im zweiten Aufsatz des Bandes, "Disputing the nature of the international in political geography", explizit auf diesen Ansatz zu sprechen kommt. Ausgangspunkt seiner theoretischen Reflexionen ist die Feststellung, dass sich die "Natur" des Politischen geändert habe: "A number of crucial 'certainties' about fixed and unquestioned boundaries between states, the division of the world into mutually hostile armed camps on the basis of political ideology, the centrality of states to world politics and the primacy of permanently fixed national identities in political psychology have all either disappeared or are in question" (29).
Vor dem Hintergrund des daraus resultierenden Bedeutungswandels des "Internationalen" (the international) seien die beiden herausragenden Ansätze innerhalb der gegenwärtigen Politischen Geographie, der Realismus einerseits und der Konstruktivismus andererseits, historisch "überholt": Beide Ansätze seien insofern nicht in der Lage, die veränderte Bedeutung des "Internationalen" zu erfassen, als sie Geschichte weniger mit Wandlung als vielmehr mit Wiederholung assoziierten (32). Folglich reproduzierten sie die vermeintliche Zeitlosigkeit, die "Natürlichkeit" des "Internationalen" - wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise: "In the first case the essential character of the world is seen as residing in its 'actual' geography with the international referring to the level or geographical scale beyond that of individual states at which the resource and locational characteristics of states determine relations between them with only a limited role for human volition. In the second case the international is understood as the application of a category really involving interstate relations by means of which what are selected as 'essential' features of the 'natural order of things' (...) are invoked by political elites and populations as directing relations between states. This is nature as the invention of human volition" (32).
Vor diesem Hintergrund plädiert AGNEW dafür, den Streit um Realismus und Konstruktivismus zu beenden und sich statt dessen eine "dritte" Position zu eigen zu machen: "The 'third' position (...) represents a merging of ontological constructivism with an epistemological fallibilism that accepts the partiality and social situatedness implicit in any theorizing" (33). Dieser Ansatz erlaube es, sowohl die historische Entwicklung politischer Praktiken als auch die entsprechenden "raumwirksamen" Vorstellungen zu betrachten (44). Mittels dieses Rüstzeugs gelingt es ihm denn auch, für die Zeit zwischen 1815 und 2000 vier "geopolitische Epochen" auszumachen, die er von vier "geopolitischen Diskursen" begleitet sieht (47). Die damit (vermeintlich) erbrachte empirische Evidenz historischen Wandels erachtet er als den besten Beweis für die Kontingenz des geographischen Maßstabs (geographical scale) in der Weltpolitik - für jene Kontingenz also, die von den beiden dominanten Ansätzen in räumlich fixierte Fakten oder zeitlose Repräsentationen gebannt werde (48-49).
Es versteht sich, dass diese Rezension nicht der Ort ist, an dem theoretische Fragen in aller Ausführlichkeit erörtert werden können. Es soll denn auch lediglich versucht werden, das vorliegende Buch bzw. den skizzierten Ansatz mit zwei interdependenten Fragen zu konfrontieren. So sei zum ersten gefragt, inwieweit es überhaupt sinnvoll ist, Realismus und Konstruktivismus als (die Theorielandschaft der politischen Geographie dominierendes) Gegensatzpaar zu betrachten. Diese Frage stellt sich zum einen mit Blick auf den deutschsprachigen Kontext, in dem es mit einer Dominanz konstruktivistischer Ansätze nicht so weit her ist, wie dies im anglophonen Kontext der Fall sein mag. Sie stellt sich aber auch ganz grundsätzlich. In diesem grundsätzlichen Sinne gilt es zunächst, zwischen zwei unterschiedlichen Arten des Realismus zu unterscheiden: einem philosophischen Realismus einerseits und dem politikwissenschaftlichen Realismus der Internationalen Beziehungen andererseits (vgl. DALBY 1991, 262). Vor dem Hintergrund dieser Unterscheidung, die AGNEW in diesem Aufsatz nicht zu machen scheint, lässt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Dichotomisierung von Realismus und Konstruktivismus präzisieren.
Ist der politikwissenschaftliche Realismus angesprochen, dann kann argumentiert werden, dass dessen "Gegenstück" nicht im Umfeld konstruktivistischer, sondern idealistischer oder globalistischer Ansätze zu suchen ist (DALBY 1991, 262-
264). Konstruktivistische Ansätze hingegen "liegen quer" zu den genannten Ansätzen. Denn sie weisen ja gerade auf jene erkenntnistheoretisch "blinden Flecke" hin, die innerhalb dieser Ansätze unhinterfragt (re-)produziert werden - und zu denen nicht zuletzt auch jene Beschränkung auf eine nationalstaatlich verfasste politische Ordnung gehört, die oft als "methodologischer Nationalismus" (SMITH 1979) bezeichnet wird.
Doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Gegenüberstellung von Realismus und Konstruktivismus stellt sich
auch - und vielleicht: erst recht - in bezug auf den philosophischen Realismus (zum philosophischen Realismus vgl. etwa HANNAH 1999). In dieser Hinsicht betrifft sie allerdings weniger die Dichotomisierung der beiden Denkgebäude "an sich". Sie betrifft vielmehr die "Gleichmachung", die mit dieser Dichotomisierung einhergeht. So kann durchaus bestritten werden, dass, wie AGNEW schreibt, der epistemologische Realismus und der Konstruktivismus "ähnliche metaphysische Wurzeln haben": "For epistemological realism the real is defined in terms of sense-experience, whereas for constructionism it is consciousness reflected in language or discourse" (34). Die entscheidende Frage lautet hier: Liegt die Realität für den Konstruktivismus tatsächlich im Bewusstsein - oder ist sie in ihrer Beobachtungsunabhängigkeit nicht vielmehr gänzlich "abgeschafft"?
Diese Frage leitet über zur zweiten (und wohl gewichtigeren) Frage, mit der das Buch konfrontiert werden soll: Inwiefern ist es von einem Standpunkt, der das Wort "Konstruktivismus" im Namen führt, überhaupt zulässig, "einen ontologischen Konstruktivismus mit einem epistemologischen Fallibilismus zu verschmelzen" (33) und aus dieser "Schmelze" einen Ansatz zu gewinnen, der weiter oben etwas hilflos als "halber Konstruktivismus" bezeichnet wurde, von AGNEW selbst in Anlehnung an JACQUES LÉVY aber als "konstruktivistischer Realismus" bezeichnet wird (Fußnote 8, 33)?
Zunächst zum ontologischen Konstruktivismus - zum ontologischen Konstruktivismus, der laut AGNEW von einem "epistemologischem Konstruktivismus" unterschieden werden sollte: "Epistemological constructionism should be distinguished from an ontological constructionism that sees the political world as a negotiated outcome of social interactions between reasoning actors who bring to bear different material and discursive resources" (33). Doch kann ein solcher ontologischer Konstruktivismus "streng genommen" überhaupt noch als Konstruktivismus gelten? Handelt es sich bei den verschiedenen konstruktivistischen Projekten - von der Archäologie FOUCAULTs über die Grammatologie DERRIDAs bis hin zu den postkolonialen und postfeministischen Ansätzen - nicht um im- oder explizit erkenntnistheoretische Projekte, bei denen ontologische Fragen außen vor bleiben? So kann, um nur ein Beispiel herauszugreifen, mit STUART HALL (1997, 44-45) argumentiert werden, dass es FOUCAULT nicht darum ging, "Gegenständen des Wissens" eine Existenz außerhalb von Diskursen ab- oder zuzusprechen. Worauf es ihm ankam, war, dass außerhalb von Diskursen nichts existieren kann, was von Bedeutung ist.
Wenn aber dementsprechend nichts gedacht werden kann, das "nicht mindestens noch durch seine Bezeichnung bedingt wäre, durch seine kulturelle sprachliche oder auch nicht-sprachliche Repräsentation" (NASSEHI 1999, 355), dann spielt es - um auf den ontologischen Konstruktivismus zurückzukommen - keine Rolle, was "irgendwo da draußen" vor sich geht. Dann gibt es nämlich kein "draußen" mehr, das nicht schon bezeichnet und damit "drinnen" wäre. Und dann braucht man - um zum zweiten Bestandteil der "Schmelze" zu kommen - auch den "epistemologischen Fallibilismus", der ein partielles und sozial situiertes Verständnis des wissenschaftlichen Arbeitens garantieren soll, nicht. Denn dann liegt der Fokus des wissenschaftlichen Arbeitens sowieso weniger auf dem wissenschaftlichen Gegenstand als vielmehr auf der Art und Weise, in der dieser Gegenstand beobachtet wird (vgl. NASSEHI 1999, 359).
Aus dem konstruktivistischen Realismus AGNEWs können denn auch schwerwiegende Probleme erwachsen. Eines dieser Probleme wurde weiter oben im Zusammenhang mit dem ersten Aufsatz des Buches bereits angesprochen. Dabei handelt es sich um jene ontologisierende Geschichtsschreibung, die beinahe einem historischen Positivismus gleicht und mit FOUCAULT (1981, 19-20) wohl eher als "globale" denn als "allgemeine Geschichte" zu bezeichnen wäre. Auch ein zweites Problem zeigte sich bereits "zwischen den Zeilen" der ersten Aufsätze. Besonders deutlich wird es jedoch erst im dritten Beitrag: In "Italy's island other: Sicily in the modern Italian body politic" behandelt AGNEW die politische Geographie Siziliens als paradigmatisches Beispiel für die besondere Rolle, die "Grenzinseln" (boundary islands) innerhalb jenes Prozesses spielen, im Rahmen dessen sich Nationalstaaten "erfinden".
Zunächst stellt er die These auf, dass "Grenzinseln", die zwar zum Territorium eines Staates gehören, sich von diesem aber physisch und kulturell unterscheiden, als "lokale Andere" (56) fungieren. Diese "lokalen Anderen" seien noch effektiver für den Prozess des nation building als die fernen "Anderen", die aufgrund einer größeren Distanz zum jeweiligen Nationalstaat völlig unbekannt seien (55). Zwar spielten nicht alle Inseln die Rolle eines solchen "Anderen". Im allgemeinen seien sie jedoch als eine mögliche geographische Form des "Anderen" zu betrachten - was AGNEW nicht zuletzt auf eine Reihe von charakteristischen Eigenschaften zurückführt. So seien Inseln zum einen physisch vom übrigen Territorium ihres Staates getrennt. Zum zweiten wiesen sie oft eine komplexere Handelsgeschichte und ein heterogeneres Bevölkerungsgemisch auf. Auch seien Inseln in der Vergangenheit oft politisch umstrittener gewesen als ihre jeweiligen "Festländer". Diese Aufzählung, die von konstruktivistischem Arbeiten offensichtlich weit entfernt ist, kulminiert schließlich in folgender Fest-Schreibung: "Subject to waves of sea-borne invasion and settlement, islands usually have relatively more complex political and ethnic pasts than do many landward territories. This sets them apart form their more culturally homogeneous mainland (or main island) neighbors and immediately makes them candidates for effectively fulfilling the role of internal or local Other" (57).
Auch ohne die Ausführungen AGNEWs zum Beispiel Siziliens in allen Einzelheiten behandelt zu haben, dürfte deutlich geworden sein, worin das zweite hier anzusprechende Problem besteht: Der konstruktivistische Realismus AGNEWs kann zu gewissen Schwierigkeiten mit der Kategorie Raum führen - und zwar zu Schwierigkeiten, die im deutschsprachigen Kontext (und hier insbesondere im Anschluss WERLENs) überwunden geglaubt waren. Diese Schwierigkeiten bestehen darin, dass diejenigen, die eine "subjektiv gedachte" und eine "symbolisch-soziale Welt" mit dem (physisch-materiellen) Raum verbinden, übersehen, dass sie die Objekte dieser Welten damit als "substanzielle erscheinen (...) lassen" (WERLEN 2000, 394) - sprich: dass sie diese Objekte reifizieren. Vor diesem Hintergrund ist auch die These, "lokale Andere" seien effektiver oder gefährlicher als "ferne Andere", schlicht zurückzuweisen.
Doch wie bereits erwähnt, stellt diese Rezension nicht den Ort dar, an dem solche Fragen ausgiebig diskutiert werden können - ebensowenig übrigens, wie die "Liste" der Probleme Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Wohl aber stellt die Hettner-Lecture einen solchen Raum dar. So ist es zwar bedauerlich, dass die produktiven Diskussionen, die dort mit JOHN AGNEW geführt werden konnten, nicht in die Publikation aufgenommen wurden (wie dies etwa im Falle der zweiten Hettner-Lecture mit DOREEN MASSEY der Fall war). Doch vergleichbar der konstruktiven Atmosphäre in Heidelberg liegen die Vorzüge der Publikation darin, dass sie zur kritischen Auseinandersetzung einlädt. Sie kann daher als ein wertvoller Beitrag zu einer Theoriediskussion betrachtet werden, die in der deutschsprachigen Politischen Geographie mittlerweile ausgiebig geführt wird - und zu der die Hettner-Lecture mit JOHN AGNEW einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat.
Literatur
DALBY, S. (1991): Critical geopolitics: discourse, difference, and dissent. In: Environment and Planning D: Society and Space 9, 261-283.
FOUCAULT, M. (1981): Archäologie des Wissens. Frankfurt
a. Main.
HALL, S. (1997): The Work of Representation. In: HALL, S. (Ed.): Representation. Cultural Representations and Signifying Practices. London, Thousand Oaks, New Delhi, 13-74.
HANNAH, M. (1999): Skeptical realism: from either / or to both-and. In: Environment and Planning D: Society and Space 17, 17-34.
LÉVY, J. (1999): Le tournant géographique: penser l'espace pour lire le monde. Paris.
NASSEHI, A. (1999): Die Paradoxie der Sichtbarkeit. Für eine epistemologische Verunsicherung der (Kultur-) Soziologie. In: Soziale Welt 50, 349-362.
Ó TUATHAIL, G. a. AGNEW, J. (1992): Geopolitics and discourse. Practical geopolitical reasoning in American foreign policy. In: Political Geography 11, 190-204.
SMITH, A. (1979): Nationalism in the Twentieth Century. Oxford.
WERLEN, B. (2000): Sozialgeographie. Eine Einführung. = UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher 1911. Bern, Stuttgart, Wien.   
Autorin: Julia Lossau

Quelle: Erdkunde, 56. Jahrgang, 2002, Heft 1, S. 106-109

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