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Die neue geographische revue

Noch bevor die neue geographische revue erschienen ist, sorgt sie bereits für erhebliche Unruhe unter einigen Geographen. Ursache ist ein Rezensions-Aufsatz, der sich in kritischer Weise mit den Inhalten eines Geographie-Didaktik-Buches auseinandersetzt. Da drohen „Betroffene“ mit dem Rechtsanwalt und es wird Aufklärung darüber verlangt, wer denn für das Zustandekommen des Aufsatzes verantwortlich sei, die Redaktion der geographischen revue oder der Autor selbst (unterstellt wird damit wohl, dass die geographische revue Auftragsarbeiten erteilt). Was soll man von solchen Versuchen der Einflussnahme halten?

Der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich mit den Wohnungsmärkten in Deutschland. Untersucht werden die Auswirkungen der Privatisierung großer kommunaler Wohnungsbestände und die Folgen der Globalisierung von Teilen des Wohnungsmarktes.

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Fabian Thiel: Auferzwungene Politik? – Die Energiewende im bodenpolitischen, planerischen und benevolenzeffizienten Spagat zwischen NIMBY und YIMBY

Gregory K. Ingram, Yu-Hung Hong (Eds.) 2011: Climate Change and Land Policies. Cambridge, Massachusetts 478 S.

Patrick Devine-Wright (Ed.) 2011: Renewable Energy and the Public – From NIMBY to Participation. London, Washington DC. 336 S.

Durch ambitiöse politische Zielmarken bedingt, hat die Diskussion um den Ausbau der erneuerbaren Energien (fortan: EE) in zahlreichen Staaten Europas und in den USA erheblichen Rückenwind erhalten. Zu erinnern sei an die im Juni 2011 unter breiter politischer Zustimmung beschlossene «Energiewende» in Deutschland. Doch ist das Thema EE auch in Raumplanung, Bodenpolitik und Projektmanagement angekommen? Zwei im Jahr 2011 erschienene Monografien nehmen sich dieser überaus spannenden und aktuellen Thematik an.

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Steffi Richter, Lisette Gebhardt (Hg.): Japan nach "Fukushima". Ein System in der Krise. Leipzig (Leipziger Ostasien-Studien, Bd. 15) 2012. 218 S.

Das "Große Erdbeben von Ostjapan 2011" und seine Folgen, die Tsunami- und Atomkraftwerkskatastrophe, gelten als Zäsur in der modernen japanischen Geschichte. Besondere Aufmerksamkeit erregte die AKW-Katastrophe "Fukushima". Seine mediale Repräsentation brachte sehr unterschiedliche Deutungsversuche zur Benennung, Darstellung und Gewichtung dieses erschütternden Ereignisses hervor. Der vorliegende Band enthält vier anregende Beiträge zur japanischen Rezeption dieser Katastrophe vor und nach dem 11. Marz 2011: aus der Sicht der politischen Ökonomie sowie der Gesellschafts-, Medien- und Literaturwissenschaften.

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Jürgen  Hasse: Georges Perec und die Lebenswelt: Phänomenographische Mikrologien des Raumes

Georges Perec: Träume von Räumen (aus dem Französischen von Eugen Helmé). Berlin und Zürich 2013. 160 S.

Bei diaphanes erschien im September 2013 Georges Perecs Träume von Räumen neu. Dem Original (Espèces d´Espaces) aus dem Jahre 1974 (Éditions Galilée, Paris) folgte die deutsche Erstausgabe erst 1990 (Manholt Verlag, Bremen); eine Neuausgabe brachte der Fischer Taschenbuchverlag 1994 heraus. Zuletzt waren sogar antiquarische Exemplare äußerst rar und nur zu hohen Preisen zu haben. Georges Perec (1936 - 1982) gehört zu den wichtigsten Repräsentanten der französischen Nachkriegsliteratur.

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Antje Schlottmann: Allerlei Raum: Eine Nachlese zum „Spatial Turn“.

Jörg Döring und Tristan Thielmann (Hg.): Spatial Turn. Das Raumparadigma in den Kultur-und Sozialwissenschaften. Bielefeld 2008. 456 S.

Es ist eine illustre Runde, welche die beiden Medienwissenschaftler in ihrem Band versammeln. Neben einer Reihe von Geographen bieten hier Philologen und Kulturanthropologen, Soziologen und (Medien-)Philosophen sowie Geschichtswissenschaftler Beiträge zu einem heute ebenso gängigen wie unscharfen Begriff. Die durchgehend männliche Form dieser Auflistung ist übrigens kein Gender-Faux-Pas – in der Tat ist nur eine Frau, Guliana BRUNO, mit einem kurzen, wenngleich inspirierenden Beitrag von Seiten der Visual Studies vertreten.

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Hans-Dietrich Schultz: Geographie oder Geographien? Die Einheitsfrage aus der Perspektive ungeschehener Geschichte1

1    Zur Fragestellung
Fächer sind nach dem Kulturwissenschaftler Klaus P. HANSEN kein Abbild der Wirklichkeit, sondern gesellschaftliche „Abstraktionen", die „aus der ganzheitlichen Wirklichkeit einen bestimmten Teilbereich oder Teilaspekt mehr oder minder willkürlich aussondern". Sie „rekurrieren nicht auf schon a priori und von Natur auf für sich bestehende Bereiche der Wirklichkeit, sondern schaffen diese erst". Jede Abstraktion könne jedoch „durch eine andere ersetzt werden, wie sich bei der Entstehung neuer Fächer immer wieder beobachten" (HANSEN 1993, 99) lasse. Die Universität und ihre Fakultäten könnten daher auch ganz anders aussehen, wenn die Ausdifferenzierungen anders ausgefallen wären.

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Oliver Frey und Florian Koch (Hg.): Positionen zur Urbanistik I. Stadtkultur und neue Methoden der Stadtforschung. Berlin u.a. (Stadt- und Raumplanung/Urban and Spatial Planning 7) 2011. 301 S.

Oliver Frey und Florian Koch (Hg.): Positionen zur Urbanistik II. Gesellschaft, Governance, Gestaltung. Berlin u.a. (Stadt- und Raumplanung/Urban and Spatial Planning 9) 2011. 407 S.

 

‚Gentrification', ‚Ecosustainability' und ,öffentlicher Raum': Folgt man den Beiträgen der von Oliver Frey und Florian Koch herausgegebenen Kompendien Positionen zur Urbanistik I und Positionen zur Urbanistik II scheinen dies zentrale Fragestellungen einer inter- oder auch postdisziplinären ‚Urbanistik' zu sein. Dies ist auch die Intention dieser Publikationen, nämlich eine  Weiterentwicklung der Stadt- und Regionalforschung durch die interdisziplinäre Zusammenführung sowie akademische und institutionelleVerankerung einer wissenschaftlichen ‚Urbanistik'. Die theoretische und inhaltliche Begründung wird von den Herausgebern im Einleitungskapitel zu Band 1 abgeleitet und in der Eröffnung zu Band 2 in einem virtuellen Expertengespräch zur Diskussion gestellt. Die Struktur der beiden Bände bildet die Fragmentierung urbaner Diskurse, Forschungszugänge und Konzeptionen der Stadtentwicklung ab.

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Bernd Steimann: Making a Living in Uncertainty. Agro-Pastoral Livelihoods and Institutional Transformations in Post-Socialist Rural Kyrgyzstan. Zurich 2011. 245 pp.

To come straight to the point, the presented study fulfills Bernd Steimann goals in every respect. He manages to clearly shed light on "the existence and emergence of socioeconomic disparities" (pp. xiii) of rural households in post-socialist Kyrgyzstan; to present the characteristic frame conditions of the transition period and, finally, to elucidate the interrelations between these two by examining former and current livelihood strategies practiced in two rural settlements. For this reason, the book is a valuable contribution to empirically informed geographical development studies. Additionally, it offers a wealth of suggestions for the design and implementation of future surveys.

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Ian Morris: Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden. Aus d. Engl. v. Klaus Binder u.a. Frankfurt/M-New York 2011. 656 S.

Wieder ein voluminöses Sachbuch zur Weltgeschichte. Es versteht sich, dass die mehrbändigen Handbücher, die das schier unfassbare Material der Weltgeschichte von zahlreichen Autoren bearbeitet bereitstellen, nicht als Maßstab für das Anliegen, das ›Ganze‹ einbändig in den Griff zu bekommen, herangezogen werden können. Auf den ersten, vielleicht sogar etwas längeren Blick weckt vorliegende Bearbeitung Neugier, lässt neue Einsichten erwarten und auf eine – dank lockeren Stils – verständliche Lektüre hoffen. Doch bald lernt man einen prätentiösen Autor kennen, der gern eines rhetorischen Gags halber ausufert und es mit dem roten Faden nicht so genau nimmt. Vergleiche zwischen Ereignissen, die Jahrhunderte oder Jahrtausende voneinander getrennt sind, fließen en passant ein, wobei Verf. sich auf Wohlwollen und Vorkenntnisse der Lesenden zu verlassen scheint. Der englische Originaltitel des ambitiösen Versuchs, die bisherige »Weltherrschaft« des Westens mit Rückgriff auf etwa zehntausend Jahre Menschheitsgeschichte zu erklären (Why the West Rules – for now. The Patterns of History and What They Reveal About the Future, 2010), trifft die Absicht des Verf. weit angemessener als die irreführende Titelei der deutschen Ausgabe, in der auch die Hinweise auf weiterführende Werke und die umfangreiche Bibliographie des Originals fehlen.

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Matthias Kiese: Regionale Clusterpolitik in Deutschland. Bestandsaufnahme und interregionaler Vergleich im Spannungsfeld von Theorie und Praxis. Marburg 2012. 451 S.

Mit seiner Habilitationsschrift schließt Matthias Kiese eine große Lücke der Clusterforschung: eine systematische Zwischenbilanz der bisherigen Clusterpolitik in Deutschland auf den subnationalen Ebenen. Im Zentrum der Arbeit steht ein Vergleich der Initiativen von Bundesländern sowie von Kommunen und Kreisen. Dabei verfolgt Kiese eine anspruchsvolle Fragestellung, indem er sich zum einen fur die Steuerungsformen, Schwerpunkte und Strategien der Clusterpolitik und das Clusterverständnis der Initiativen interessiert. Zum anderen möchte er auch die Verbreitung der Clusterkonzepte sowie die Aushandlungsprozesse darstellen, die dann zu einer spezifischen Ausformung der Clusterpolitik innerhalb der einzelnen Regionen geführt haben.

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Jürgen Hasse: Zur Räumlichkeit von Atmosphären 

Gernot Böhme: Atmosphäre. Essays zur neuen Ästhetik. Berlin 2013. 303 S. 

Atmosphäre

 


Atmosphären finden in der Humangeographie keine besondere Aufmerksamkeit. Das ist wissenschaftstheoretisch konsequent, denn die paradigmatischen Präliminarien des handlungstheoretischen Konstruktivismus öffnen kein Fenster zur Integration von Atmosphären in das vorherrschende Raum-Denken der Disziplin. Ob es auch weitsichtig ist, im Namen der Theoriehygiene des Faches eine lebensweltlich und systemisch evidente Wirkungsmacht nicht zum Anlass zu nehmen, die Enge innerdisziplinärer Welt-und Menschenbilder zu überwinden, ist eine ganz andere Frage. Wenn hier nun ein philosophischer Sammelband zum Thema Atmosphäre vorgestellt werden soll, liegt also a priori alles, was sich dazu sagen lässt, mehr oder weniger quer zum akteurstheoretischen Denken der Humangeographie und hat vielleicht gerade darin ein gewisses Anregungspotential.

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SYSTEM GEGEN NETZWERK? NETZWERKTHEORIE VERSUS SYSTEMTHEORIE?

Pascal Goeke und Swen Zehet-
mair untersuchen, wie sich in der
sozialwissenschaftlichen Theorie-
entwicklung Systemtheorie und
Netzwerktheorie zueinander
verhalten und wie diese beiden
Theoriestränge für die Human-
geographie nutzbar zu machen
wären. Der Aufsatz trägt Merkmale
eines Workingpaper: Aufarbeitung
des Forschungsstandes, einige
Gedanken und Argumente, aber
auch noch lose Enden. Die
Autoren würden sich freuen, wenn
kritische Geister ihr Papier gründ-
lich kritisierten und sind dankbar
für Rückmeldungen, Hinweise
und andere Beiträge zu ihrem
Papier.

Netzwerke und Geographie