Über uns | Kontakt | Impressum | Raumspiele
E-Mail Drucken

Peter Feldbauer, Gerald Hödl u. Jean-Paul Lehners (Hg.): Rhythmen der Globalisierung. Expansion und Kontraktion zwischen dem 13. und 20. Jahrhundert. Wien 2010. 256 S.

Wie sich dies für Herausgeber gehört, haben sich auch die Initiatoren des vorliegenden Bandes darum bemüht, ihrem Thema eine Wendung zu geben, die über die Routine einer gegenwartsfixierten, letztlich modernisierungstheoretisch orientierten und eurozentrischen Betrachtung hinausgeht. Für dieses Problem haben sie eine Lösung und Darstellungsweisen gefunden, die diesen Band lesenswert machen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Günther Bell: »Ein Stadtteil, in dem die Arbeiterklasse zu Hause ist«? Klassenbewusstsein und Klassensolidarität in sozial-räumlichen Milieus. Hamburg 2009. 206 S.

Kalk war ein industriedominierter Stadtteil von Köln. Seit den 1970er Jahren sind die prägenden Industriebetriebe geschlossen oder verlagert worden, was mit existenziell einschneidenden Transformationsprozessen wie Arbeitslosigkeit, Prekarisierung und neuer Armut einher geht. Im Zentrum der Quartiersstudie stehen die »konkreten Lebensverhältnisse und Einstellungen« (11) der Menschen in Kalk. Geben die gemeinsamen Erfahrungen der Stadtteilbewohner Anlass zu kollektivem Handeln?

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Die Diskussion zwischen Vittorio Magnago Lampugnani und Walter Siebel wird fortgesetzt. In seiner Entgegenung auf die Replik von Lampugnani erklärt Siebel den Anspruch von Architektur, Baukunst und Stadtplanung zu versöhnen, für gescheitert. Diesen Anspruch will Lampugnani nicht aufgeben, es gehe vielmehr darum, einer Gesellschaft Entwicklungsmöglichkeiten durch Architektur zu eröffnen. 


Walter Siebel: Von der Vision zur Resignation: die Ideengeschichte des Städtebaus im 20. Jahrhundert

Anmerkungen zu: Vittorio Magnago Lampugnani: Die Stadt im 20. Jahrhundert. Visionen, Entwürfe, Gebautes. 2 Bände, 907 Seiten. Berlin 2010.

Zusammenfassung: Nach einer Übersicht über Aufbau und Inhalt des Werks wird  eine Kritik aus sozialwissenschaftlicher Sicht formuliert. Es folgt eine Diskussion über das Verhältnis von Stadtplanung und totalitärem Denken. Am Schluß stehen Zweifel, ob der Anspruch Lampugnani`s, die Spaltung von Architektur und Stadtplanung rückgängig zu machen, realistisch ist.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Marion Klemme, Klaus Selle (Hg.) 2010: Siedlungsflächen entwickeln – Akteure. Interdependenzen. Optionen. Dortmund. 358 S.

Die (stadt-)planerische Aufgabe, Siedlungsflächen gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren – den Grundstückseigentümern – zu entwickeln, beinhaltet weit mehr als ein Handeln unter der Maxime einer Verringerung der Flächeninanspruchnahme auf 30ha pro Tag. Die Mobilisierung von Grundstücken für bauliche Nutzungen im Innenbereich im Spannungsverhältnis von Eigentumsgarantie und Eigentumsverpflichtung als Gegenstand der Stadtforschung behandelt das von Marion Klemme und Klaus Selle herausgegebene wichtige und sehr lesenswerte Buch.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

David David Harvey: Geographie der FreiheitHarvey: Cosmopolitanism and the Geographies of Freedom. New York (The Wellek Library Lectures) 2009. 352 S.

Seit gut einer Dekade publiziert David Harvey in fast jährlichem Rhythmus Bücher, in denen er sein über die letzten Jahrzehnte gesammeltes Wissen zusammenfügt, um eine fundamentale Transformation zu erklären und zu kritisieren: die Neoliberalisierung der Gesellschaft. Der Fokus des vorliegenden Buches von 2009 liegt auf den gesellschaftspolitischen Idealen Kosmopolitismus und Freiheit, die sowohl neoliberalen als auch emanzipatorischen Projekten zugrundeliegen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Malte SSteinbrink: Migration, Translokalität, Verwundbarkeitteinbrink: Leben zwischen Stadt und Land. Migration, Translokalität und Verwundbarkeit in Südafrika. Wiesbaden 2009. 444 S.

Nicht-permanente Migrations- und multilokale Daseinsformen zwischen Stadt und Land haben in den letzten Jahren eine zunehmende Aufmerksamkeit in der geographischen Entwicklungs- und Migrationsforschung erfahren. Dies war lange nicht der Fall, ging man doch vor dem Hintergrund der Urbanisierungserfahrungen in Industrieländern davon aus, dass Migrationsströme in Afrika oder Asien einseitig und endgültig vom Land in die Stadt gerichtet sind, dass Land-Stadt Migranten spätestens in der zweiten Generation zu Städtern werden. Dieses dualistische Verständnis von Stadt und Land fand sich auch in der Entwicklungspolitik und -praxis wieder, Maßnahmen im ländlichen und im städtischen Raum liefen größtenteils unverbunden nebeneinander her.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Informationen zur Raumentwicklung (IzR), Heft 12.2011

Kommunale Wohnungsbestände aus verschiedenen Perspektiven

In den Zeiten des Wohnungsmangels und Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg hat die öffentliche Hand die Wohnungsversorgung in Deutschland durch Ausweitung ihrer Wohnungsbestände unterstützt. Trotz zahlreicher Verkäufe in den 2000er Jahren, darunter spektakuläre Komplettverkäufe an internationale Finanzinvestoren, verfügen insbesondere die Kommunen und kommunalen Wohnungsunternehmen immer noch über einen beachtlichen Wohnungsbestand. Überwiegend wollen sie ihn auch halten. Im aktuellen Heft der „Informationen zur Raumentwicklung“ loten verschiedene Experten den heutigen Stellenwert von kommunalen Wohnungen aus.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Pascal GoekMarkus Gamper und Linda Reschke (2010) (Hg.): Knoten und Kanten. Soziale Netzwerkanalyse in Wirtschafts- und Migrationsforschunge: Die Begriffsstellung des Netzwerks

Rezensionsartikel:
Markus Gamper und Linda Reschke (2010) (Hg.): Knoten und Kanten. Soziale Netzwerkanalyse in Wirtschafts- und Migrationsforschung. Bielefeld.


Abstract:
Der Begriff des Netzwerks wird oft metaphorisch und ohne besondere Differenzqualität verwendet. Dass das nicht zwingend so sein muss, zeigen die Beiträge in dem sorgfältig editierten Sammelband. Ob als Explanans, als Explanandum, als Methode oder als Grundbegriff des Sozialen, solange der Begriff und seine Stellung theoretisch kontrolliert werden, sind interessante Erkenntnisse möglich - einige Beiträge im Band zeigen dies.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Axel Borrmann, Reinhard Stockmann: Evaluation in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Münster (= Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung, Bd. 8) 2009. Bd. 1: 213 S., Bd. 2: 682 S.

Die ausführliche Systemanalyse Evaluation in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit den umfangreichen Fallstudien wurde vor dem Regierungswechsel vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ in Auftrag gegeben. Damit ist die Studie aber keineswegs mit der veränderten politischen Ausrichtung überholt, denn Evaluierung, das Thema der Studie, verliert keineswegs an Bedeutung. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Fragen, die Evaluierungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beantworten sollen, an Bedeutung zunehmen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Lutz Zündorf: Das Weltsystem des Erdöls. Entstehungszusammenhang, Funktionsweise, Wandlungstendenzen. – Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften. – Wiesbaden 2008. 309 S.

In seinem Buch versteht der Autor das System des internationalen Erdölhandels als einen zentralen Sektor der Weltwirtschaft und der Globalisierung. Erdöl gilt als eine nicht vermehrbare, für viele Zwecke nutzbare, international umkämpfte Ressource, um deren Kontrolle sich ein komplexes, dynamisches System von Staaten, Unternehmen, Organisationen und Märkten gebildet hat. Es lassen sich hier sehr gut die Mechanismen der wirtschaftlichen und politischen Verflechtung beispielhaft aufzeigen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Theo Rauch: Entwicklungspolitik. Braunschweig 2009. 383 S.

Über Konzepte und Maßnahmen der internationalen Entwicklungspolitik wird seit ihrem Beginn in den 50er Jahren gestritten. Während Kritiker sie als korrumpierend verwerfen und sie möglichst abschaffen wollen, fordern Befürworter, die Entwicklungshilfe kräftig aufzustocken. Wie schon mehrmals in den vergangenen Jahrzehnten ist die Entwicklungspolitik in jüngster Zeit dabei, sich erneut zu reformieren - diese Mal begründet durch die zunehmende Globalisierung und den Klimawandel.

Weiterlesen ...
 

Anzeige

geographische revue
Banner
Heimat in Europa