Über uns | Kontakt | Impressum | Raumspiele
aktuelle Informationen zur wissenschaftlichen Geographie und Stadtforschung, raumnachrichten.de bietet Nachrichten und Diskussionen aus Geographie, Umweltwissenschaft, Stadtforschung, Raumplanung und Erdkunde
E-Mail Drucken

Uwe Altrock und Grischa Bertram (Hg.): Wer entwickelt die Stadt? Geschichte und Gegenwart lokaler Governance.Wer entwickelt die Stadt? Akteure, Strategien, Strukturen. Bielefeld 2012. 350 S.

Anliegen und Ausgangspunkt des Sammelbands ist die Exploration eines neuen Analyseansatzes für die Planungswissenschaften, insbesondere der Stadtplanungswissenschaft, der zum einen die Rolle der Wirtschaft in der Stadtentwicklung stärker in den Blick nimmt und zum anderen Beziehungen zwischen Akteursgruppen und die daraus entstehenden Folgen für die Stadtentwicklung untersucht. Dieser Analyseansatz wird als „Governance-Perspektive“ bezeichnet, welcher „eine Erforschung der Einflüsse unterschiedlichster nicht-staatlicher Akteure auf die Stadtproduktion“ (S. 12) zum Ziel hat. Dadurch, so die Herausgeber, soll „auf zwei Ebenen eine neue Sichtweise“ deutlich werden, indem sie zum einen dazu herausfordert, die „Kräfteverhältnisse zwischen den gesellschaftlichen Sphären im Dynamischen Feld der Stadtproduktion empirisch zu bestimmen“ und zum andern soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass „die Form und Intensität der Interaktion zwischen den beteiligten Akteuren relevant [ist] für die Stadtproduktion“ (S. 11). Die Autorinnen und Autoren sind nicht nur in den Planungswissenschaften, sondern auch in anderen Disziplinen der Stadtforschung verankert (Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Städtebau, Stadtgeographie, Stadtsoziologie).

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Uwe Altrock, Grischa Bertram (Hg.): Wer entwickelt die Stadt? Geschichte und Gegenwart lokaler Governance. Akteure, Strategien, Strukturen. Bielefeld 2012. 330 S.

Die deutsche Sprache kann verschleiern. Formulierungen wie «die Landschaft entwickelt sich» oder eben «die Stadt entwickelt sich» sind verbreitet und gaukeln einen Quasiautomatismus vor, der faktisch nicht gegeben ist. Verschleiert wird der Umstand, dass stets menschliche Vorstellungen und Handlungen – wissentlich, willentlich oder gedankenlos – eine Entwicklung initiieren oder vorantreiben, von jenen eher seltenen Ereignissen einmal abgesehen, die eine Folge – nicht selten katastrophaler – natürlicher Abläufe darstellen. Wer also «macht» die Stadt bzw. entwickelt sie? Ohne Frage wird es keine einheitliche Antwort geben können; die beteiligten Akteure und Promotoren haben gewechselt und wechseln in Abhängigkeit je gültiger gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen in der Zeit – und das heisst auch, jeweils praktischer Spielregeln des Zusammenlebens.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Alain Touraine: After the Crisis. Cambridge 2014. 180 p.

After the Crisis is a book which sheds light on the conditions which led to the crisis and on the broader crisis of the late capitalist society. It is a reading addressed to both experts and general audience who want to understand our society and to imagine a future, post-social, society born after the crisis, writes Francesco Di Bernardo.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Nicko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. München 2012. 144 S.

In Zeiten der Krise ist die Forderung nach ›mehr Wirtschaftswachstum‹ genauso präsent wie Meldungen zu Entwicklungen und Strategien, die ihm entgegenwirken. Desungeachtet hat sich in der jüngsten Krise eine boomende ›Wachstumskritik‹ entwickelt, die mit diesem Buch neue Nahrung erhält.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Peter Meusburger, Michael Heffernan und Edgar Wunder (Hg.): Cultural Memories: The Geographical Point of View. Dordrecht (Knowledge and Space 4) 2011. 383 S.

Der von den beiden Heidelberger Geographen Peter Meusburger und Edgar Wunder sowie dem Nottinghamer Geographen Michael Heffernan herausgegebene Sammelband beinhaltet eine Auswahl internationaler und interdisziplinärer Aufsätze, die sich mit dem Begriff und der Konstruktion des „kulturellen Gedächtnisses“ aus geographischer Perspektive, d. h. mit explizitem Bezug auf Raum, Ort oder (Kultur-)Landschaft, beschäftigen. Nachdem in den 1980er Jahren Maurice Halbwachs‘ Werk zum „kollektiven Gedächtnis“ durch englischsprachige Ausgaben seines Werkes wiederentdeckt wurde, und in den 1990er Jahren Jan Assmanns Konzept des kulturellen Gedächtnisses dem Phänomen kulturimmanenter Erinnerungskonstruktionen zu verstärktem Interesse verholfen hat, haben sich die cultural memory studies in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem internationalen und interdisziplinärem Forschungsgebiet entwickelt, das sich im Schnittfeld zwischen Erinnerung und Kultur sowohl mit individuell-kognitiven als auch kollektiven Erinnerungskonstruktionen beschäftigt.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Peter Dirksmeier: Der Begleittext der Revolution: Gerhard Hards „Die ‚Landschaft‘ der Sprache und die ‚Landschaft‘ der Geographen“ wiedergelesen.

Gerhard Hard 1970: Die „Landschaft“ der Sprache und die „Landschaft“ der Geographen. Semantische und forschungslogische Studien zu einigen zentralen Denkfiguren in der deutschen geographischen Literatur. (= Colloquium Geographicum, Band 11) Bonn.

„Man darf vermuten, daß diese Studie den an der Landschafts- und Länderkunde orientierten Geographen in mancher Hinsicht etwas enttäuschen wird: denn die Art, in der die Frage nach der „Landschaft“ hier behandelt wird, steht an unmittelbarer disziplinärer Bedeutsamkeit wie an philosophischer Tiefe beträchtlich hinter dem zurück, was zahlreiche geographische Autoren bisher zum Landschaftsthema geäußert haben.“

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Sarah Albiez, Nelly Castro, Lara Jüssen u. Eva Youkhana (Hg.): Etnicidad, ciudadanía y pertenencia: practices, teoria y dimensiones espaciales/Ethnicity, Citizenship and Belonging: Practices, Theory and Spatial Dimensions. Madrid & Frankfurt a.M. 2011. 303 S.

Die Kategorie der „Zugehörigkeit“, wie man belonging etwa übersetzen kann, hat im letzten Jahrzehnt eine steile Karriere erlebt. Die vielfach gesehene Vordringlichkeit dieser Debatte erklärt sich aus den Verwerfungen der Globalisierung, die nicht zuletzt die Frage aufgeworfen hat, wo Menschen „hingehören“, aber auch – wie Fallbeispiele in diesem Band einmal mehr zeigen – was ihnen gehört. Damit sind unweigerlich Fragen der kollektiven Identität, meist in Form von Ethnizität, sowie in einem Zeitalter nach wie vor bestehender Territorialstaaten auch Fragen staatsbürgerlicher Rechte gerade im Hinblick der Verfügung über konkrete Gebiete angesprochen. Dem hat sich die erste Konferenz des Kompetenzzentrums Lateinamerika gewidmet, deren Ergebnisse in dem vorliegenden, höchst lesenswerten Sammelband dokumentiert werden.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Boris Braun und Christian Schulz: Wirtschaftsgeographie. Stuttgart 2012. 269 S.

In den letzten Jahren ist eine ganze Reihe neuer oder aktualisierter Lehrbücher zur Wirtschaftsgeographie herausgekommen. Nun haben Boris Braun und Christian Schulz ein neues Werk in der Reihe utb basics vorgelegt, so dass man sich fragen mag: Noch ein Lehrbuch – muss das sein? Die Verfasser selbst haben den Anspruch, eine Orientierungshilfe für Studierende zu geben – sowohl für Studienanfänger, die sich erstmals mit dieser Teildisziplin beschäftigen, als auch für solche, die sich gezielt auf Prüfungen vorbereiten wollen. In Abgrenzung zu anderen Lehrbüchern soll dabei jedoch nicht eine bestimmte „Schule“ (wie z.B. die Raumwirtschaftstheorie oder die relationale Wirtschaftsgeographie) vertreten werden, sondern Ziel ist es vielmehr, eine ausgewogene Darstellung der verschiedenen relevanten und aktuell diskutierten „Grundperspektiven, Theorien und Modelle der Wirtschaftsgeographie mit ihren Unterschieden, aber auch mit ihren vielfältigen Verknüpfungen“ zu geben. Der Anspruch ist also ein integrativer, da „sich verschiedene Paradigmen und Betrachtungsweisen in ihrem Erkenntniswert ergänzen“.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Jürgen Pohl und Swen Zehetmair (Hg.): Risikomanagement als Handlungsfeld in der Raumplanung. Hannover (Arbeitsmaterial der ARL 357) 2011. 144 S.

Tsunamis, Fukushima, Finanzkrisen, politische Umwälzungen: die Frage des gesellschaftlichen Umganges mit ökologischen, wirtschaftlichen Risiken hatte in den letzten Jahren Konjunktur erfahren. Damit rückt die Rolle der Raumplanung im Umgang mit raumbedeutsamen Risiken in den Fokus. Dieser Band enthält die Ergebnisse eines gleichnamigen Arbeitskreises der ARL. Mit seiner gemischten Besetzung überwiegend aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen, ergänzt durch erfahrene Raumplanungspraktiker, folgte der AK dem bewährten Konzept der ARL.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Amand Hammar (ed.): Displacement Economies in Africa: Paradoxes of Crisis and Creativity. London, New York,  Zed Books. 2014. 288 p. 

Based on empirical case studies from across sub-Saharan Africa, the contributions in this volume look to provide fresh insights into the unexpected changes, complex agency and persistent dynamism entailed in displacement processes. This book not only interrogates the many meanings of displacement but emphasises the under-researched agency and creativity inherent to displacement economies throughout Africa, concludes Evan Easton-Calabria.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Stephen Gill (Hg.): Global Crises and the Crisis of Global Leadership. Cambridge 2012. 299 S.

Der vorliegende Band ist der umfassendste Diskussionsbeitrag des neogramscianischen Ansatzes zur Krise. Diese wird als »global organic crisis« begriffen, weil sie sich aus »a diversity of intersecting, but nonetheless ontologically distinct, crises« (1) zusammensetzt. Anspruch ist, jenseits von Ökonomismus und aus globaler Perspektive »the fundamental crises of livelihood and social reproduction […] such as the global health, food, energy and ecological crises« (1) in den Blick zu nehmen. Der Pluralität von Krisen wird der Begriff der »global leadership« im Singular gegenübergestellt, was einen »identifiable, neoliberal nexus of ideas, institutions and interests« beschreibt, »that dominates global political and civil society« (1).

Weiterlesen ...
 
Wenn Sie Ihre Bücher über unsere Homepage bei buecher.de bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit.
Banner
Neuigkeiten aus allen Disziplinen der Raumforschung raumnachrichten.de auf facebook

UNTER DIE GRÖSSTEN ENTDECKUNGEN,

auf die der menschliche
Verstand in den neusten
Zeiten gefallen ist,
gehört meiner Meinung nach
wohl die Kunst,
Bücher zu beurteilen,
ohne sie gelesen zu haben.

Georg Christoph Lichtenberg