Über uns | Kontakt | Impressum | Raumspiele
aktuelle Informationen zur wissenschaftlichen Geographie und Stadtforschung, raumnachrichten.de bietet Nachrichten und Diskussionen aus Geographie, Umweltwissenschaft, Stadtforschung, Raumplanung und Erdkunde
E-Mail Drucken

Tobias ten Brink (Hg.): Globale Rivalitäten. Staat und Staatensystem im globalen Kapitalismus. Stuttgart 2011. 225 S.

Die nahezu idyllisch zu nennenden Vorstellungen von einem Ende der Geschichte waren schnell widerlegt, aber auch die Hoffnungen auf eine Globalisierung, in deren Verlauf die Rolle der Staaten zugunsten globaler Integration zurückgedrängt werde, haben sich weitgehend zerschlagen. Der vorliegende Sammelband nimmt diese Diagnose zum Anlass, vor allem nach der Rolle des Staates, genauer des internationalen Staatensystems im gegenwärtigen globalen Geschehen zu fragen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Adam D. Dixon: The New Geography of Capitalism: Firms, Finance, and Society.  Oxford University Press. 2014. 224 p.

Reviewing a range of debates and theories across the contemporary social sciences – varieties of capitalism, financialization, global production networks – this book aims to show how the insights of economic geography can be usefully brought to bear in understanding current trends, and the changing relationships between global financial markets, multinational firms, and contemporary welfare states. Muireann O’Dwyer believes that this will be read with approval by many in Economic Geography, but it would be a true shame if those in other disciplines did not also pay close attention. 

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Maximilian Benner: Clusterpolitik – Wege zur Verknüpfung von Theorie und politischer Umsetzung. Münster 2012. 273 S.

Die Dissertation von Maximilian Benner hat das Ziel, „auf der Grundlage belastbarer Erkenntnisse aus der Clustertheorie eine Theorie der Clusterpolitik aufzubauen, die als Grundlage für die Entwicklung clusterpolitischer Strategien in der Praxis dienen kann“ (S. 4). Diese Theorie soll sowohl für Industriewie auch für Entwicklungsländer gelten.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Christa Reicher, Klaus R. Kunzmann, Jan Polívka, Frank Roost, Yasemin Utku und Michael Wegener (Hg.): Schichten einer Region. Kartenstücke zur räumlichen Schichten einer RegionStruktur des Ruhrgebiets. Berlin 2011. 248 S.

Nachdem vor inzwischen drei Jahren der beeindruckende Atlas zur Metropole Ruhr im Emons Verlag erschienen ist, gibt es jetzt im Jovis Verlag ein weiteres phantastisches Werk zum Ruhrgebiet, das die Siedlungsstruktur und den Strukturwandel der Region in Form von zahlreichen Karten thematisiert. Christa Reicher, Klaus R. Kunzmann, Jan Polívka, Frank Roost und Michael Wegener, die an der Fakultät Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund bzw. am Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund arbeiten, sind Herausgeber dieses prächtigen Gemeinschaftsprodukts. Mit sechs weiteren Autoren bzw. acht Ko-Autoren, darunter auch die Geographen Ludger Basten und Achim Prossek, haben sie die Texte zu diesem Buch verfasst.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Matthias Schmelzer u. Alexis Passadakis: Postwachstum. Krise, ökologische Grenzen und soziale Rechte, AttacBasisTexte 36. Hamburg 2011. 96 S.

In dem knappen Band geht es um Bedingungen gesellschaftlicher Entwicklung jenseits wirtschaftlichen Wachstums. Verf. steigen mit einer kurzen Geschichte des Wachstums ins Thema ein. Der Fordismus lieferte eine ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungsweise, die darauf abzielte, »hohe Wachstums- und Profitraten durch eine Kombination aus relativ hohen Löhnen, öffentlichen Investitionen, einem Wohlfahrtsstaat und hohen Militärausgaben zu generieren« (14).

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Isabelle Anguelovski: Neighborhood as Refuge: Community Reconstruction, Place Remaking, and Environment Justice in the City.  MIT Press. 2014.

FIsabelle Anguelovski shows that academics can make a powerful contribution to the work of environmental activists who are struggling in areas of extreme poverty and civic neglect. From three in-depth case studies she constructs a significant theory of environmental justice for deprived urban neighbourhoods. Using the familiar social science fieldwork tools of interview, observation, participant observation and analysis of documents, she studied the ways in which activists in three urban centres, over a couple of decades, slowly revitalized their communities and enhanced their environments, remaking them as worthwhile places to live in for all including minority and low-income residents.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Kristina Dietz:  Der Klimawandel als Demokratiefrage. Sozial-ökologische und politische Dimensionen von Vulnerabilität in Nicaragua und Tansania. Münster 2011. 320 S.

Die Folgen des Klimawandels fallen nicht zu jeder Zeit, an jedem Ort und für alle gleich aus. Was bedingt die unterschiedliche Vulnerabilität (Verwundbarkeit) von Menschen gegenüber zunehmenden Temperaturen, Niederschlagsvariabilitäten und Extremwetterereignissen? Dieser Frage nähert sich Dietz in ihrer Dissertation aus einer Perspektive, die sich gegen ein ökozentrisches Verständnis des Klimawandels als dem Gesellschaftlichen äußerlicher Einflussfaktor wendet. »Vulnerabilität ist politisch«, lautet ihre zentrale These (265). Ob und wie Menschen individuell und kollektiv mit Klimawandelfolgen umgehen können, »wird dadurch bestimmt, inwiefern [sie] über formale und informelle Wege Interessen artiku-lieren und die Gestaltung der gesellschaftlichen Naturverhältnisse sowie die Verteilung von Zugangsrechten zu (im-)materiellen Gütern politisch beeinflussen können« (ebd.).

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Dirk Vallée (Hg.): Strategische Regionalplanung. Akademie für Raumforschung und Landesplanung ARL, Forschungs- und Sitzungsbericht 237. 2012. 204 S.

Die deutsche Regionalplanung verfügt über ein breites Grundlagenwissen hinsichtlich regionaler Zusammenhänge, Entwicklungen und Herausforderungen sowie über ausgewogene fachübergreifende Handlungskonzepte. Dennoch geraten die Planenden in jüngster Zeit unter Druck. Zunehmende Deregulierung, Liberalisierung sowie fachbezogene Separierung verstärken den Rechtfertigungsdruck und rufen Begehrlichkeiten nach einer Vereinfachung des Planungssystems hervor. Dasselbe gilt in Bezug auf die Transparenz der Entscheidungsprozesse, ihre Durchsetzbarkeit sowie die Akzeptanz und Umsetzungseignung von Konzepten. Parallel hierzu wird die Regionalplanung mit neuen Herausforderungen durch das wachsende Erfordernis der Partizipation von Interessengruppen und Beteiligten konfrontiert. Die hinreichende Befriedigung dieser Bedürfnisse erfordert zusätzliche Ressourcen, die meist (noch) nicht zur Verfügung stehen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Regine Buschauer, Katharine S. Willis (Hg.): Locative Media. Medialität und Räumlichkeit – Multidisziplinäre Perspektiven zur Verortung der Medien. Bielefeld 2013. 306 S.

Mit der zunehmenden Mediatisierung des Alltags, die in der jüngeren Vergangenheit durch Web 2.0 und die weite Verbreitung von Smartphones eine weitere Stufe erreicht hat, stellt sich immer drängender die Frage nach den sozialen und kulturellen räumlichen Implikationen dieser Entwicklungen. In den letzten Jahren hat sich dementsprechend auch die Befassung der Geographie mit diesem Thema so weit verstärkt, dass bisweilen von einem Media Turn in der Geographie in Analogie zu einem Spatial Turn der Medien – oder allgemeiner der Kultur-und Sozialwissenschaften – gesprochen wird (Döring/Thielmann 2008). Der hier rezensierte Sammelband befasst sich mit dem aus humangeographischer Perspektive besonders interessanten Thema der Locative Media. Diese digitalen Medien integrieren den jenseitig-virtuellen Cyberspace als „Bestandteil räumlicher Alltagswelten und alltäglicher Raumerfahrungen“ (Buschauer/Willis: 7), indem „vormals getrennte geographische, physische und mediale Räume“ (Buschauer/Willis: 7) miteinander verknüpft werden.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Chris Dolan: Social torture. The case of Northern Uganda, 1986-2006. New York, NY 2011. 338 S.

Uganda galt in den 1990er Jahren als Hoffnungsträger auf dem afrikanischen Kontinent. Präsident Yoweri Museveni wurde jahrelang von der internationalen Staatengemeinschaft und vielen politischen BeobachterInnen als Erneuerer gelobt, der das zuvor von Diktatoren beherrschte Land in eine bessere Zukunft führe. Die Perle Afrikas, wie Winston Churchill die fruchtbare frühere britische Kolonie am Viktoriasee romantisierend genannt hatte, sollte zu neuem Glanz erblühen. Vor allem eine innovative AIDS und Wirtschaftspolitik wurden Museveni zugutegehalten. Dabei übersahen die positiven Einschätzungen, dass bereits Ende der 1980er Jahre der Norden Ugandas zum Kriegsgebiet wurde. Von Kampfhandlungen der ugandischen Armee gegen die sogenannte Lord’s Resistance Army (LRA), einer von Joseph Kony geführten christlich-fundamentalistischen Guerillaorganisation, war vor allem die Acholi-Bevölkerung betroffen. 1996 begann die ugandische Regierung mit der Anlage sogenannter Schutzdörfer, in die in den Folgejahren ein Großteil der Acholi zwangsumgesiedelt wurde. Erst etwa 2006 – mit dem weitgehenden Rückzug der LRA in den Norden der Demokratischen Republik Kongo – sollte sich die Situation entschärfen, so dass die Menschen wieder zu ihren früheren Siedlungen und Feldern zurückkehren konnten.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Emily E. Straus: Death of a Suburban Dream: race and schools in Compton, California.  University of Pennsylvania Press. 2014.

Death of a Suburban Dream explores the history of Compton from its founding in the late nineteenth century to the present, taking on three critical issues which have shaped the Los Angeles suburb: the history of race and educational equity, the relationship between schools and place, and the complicated intersection of schooling and municipal economies. An interesting historical portrait, finds Kerwin Datu.

Weiterlesen ...
 
Wenn Sie Ihre Bücher über unsere Homepage bei buecher.de bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit.
Banner
Neuigkeiten aus allen Disziplinen der Raumforschung raumnachrichten.de auf facebook

UNTER DIE GRÖSSTEN ENTDECKUNGEN,

auf die der menschliche
Verstand in den neusten
Zeiten gefallen ist,
gehört meiner Meinung nach
wohl die Kunst,
Bücher zu beurteilen,
ohne sie gelesen zu haben.

Georg Christoph Lichtenberg