Über uns | Kontakt | Impressum | Raumspiele
aktuelle Informationen zur wissenschaftlichen Geographie und Stadtforschung, raumnachrichten.de bietet Nachrichten und Diskussionen aus Geographie, Umweltwissenschaft, Stadtforschung, Raumplanung und Erdkunde
E-Mail Drucken

Ann Fletchall, Chris Lukinbeal und Kevin McHugh: Place, Television and the Real Orange County. Wiesbaden 2012. 144 S.

Das Buch Place, Television and the Real Orange County ist aus der Dissertation von Ann Fletchall entstanden. Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, wie Fernsehen sinnstiftende Erfahrungen von Ort erschafft und erhält. Dazu wird untersucht, wie bestimmte Produktionstechniken fernsehtaugliche Landschaften (landscapes) erzeugen, Erzählinhalte strukturieren und ein aktives Einlassen des Zuschauers mit dem Ort (place) erlauben. Thematisiert wird also die Darstellung von place und dessen Erzeugung im Zuge des place-making-Prozesses in und durch das Fernsehen. Damit, so die Autoren, schließen sie eine bis heute existierende Lücke der (Medien-)Geographie, die sich bisher vor allem auf literarische und cineastische Analysen von place und place-making fokussiert und das Fernsehen weitgehend unberücksichtigt gelassen hat. Gegenstand ihrer Untersuchungen sind die drei Sendungen The OC, Laguna Beach und The Real Housewives.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Ludger Gailing: Kulturlandschaftspolitik. Die gesellschaftliche Ludger Gailing: KulturlandschaftspolitikKonstituierung von Kulturlandschaft durch Institutionen und Governance. Rohn (Planungswissen-schaftliche Studien zu Raumordnung und Regionalentwicklung): Detmold 2014. 466 S.

vorgestellt von Ludger Gailing

In raumentwicklungspolitischen und raumwissenschaftlichen Debatten hat der Begriff „Kulturlandschaft“ zuletzt hohe Aufmerksamkeit erfahren. Die Dissertationsschrift „Kulturlandschaftspolitik – Die gesellschaftliche Konstituierung von Kulturlandschaft durch Institutionen und Governance“ widmet sich nun der Aufgabe, die bisherige Raum- und Landschaftsforschung zu Kulturlandschaften um sozial- und insbesondere um politikwissenschaftliche Aspekte zu erweitern. Zwei Aspekte interessieren dabei besonders: Die kollektive Konstituierung von Kulturlandschaften und die Querschnittsaufgabe der Kulturlandschaftspolitik. Es wird folglich analysiert, wie einzelne Kulturlandschaften gesellschaftlich relevant werden und zur Grundlage von Raumplanung, Naturschutz, Tourismus, Denkmalpflege und ländlicher Entwicklungspolitik werden. Der Autor stützte sich dabei auf eine Theorienkombination aus sozialkonstruktivistischer Raumforschung, Neo-Institutionalismus und Governance-Forschung und führte eine Fallstudie im Spreewald durch.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Hans Jürgen Böhmer: Zur Integrität der Geographie

Gerhard Hard 1990: Hard-Ware. Texte von Gerhard Hard. Hg.: Arbeitsgemeinschaft Freiraum und Vegetation. (= Notizbuch 18 der Kasseler Schule). 360 Seiten. Kassel.

Vor einiger Zeit saß ich in meinem Büro und überflog routinemäßig den Inhalt der aktuellen Ausgabe eines einschlägigen internationalen Journals der Physischen Geographie. Es handelte sich um ein Special Volume, in dem Aufsätze zu einem altehrwürdigen, seinerzeit wesentlich von Carl Troll abgesteckten Fachgebiet publiziert wurden. Im einleitenden Editorial wurde mit euphorischem Unterton herausgestellt, dass es sich um Beiträge handle, die anlässlich des ersten Treffens von Wissenschaftlern zweier Nachbardisziplinen vorgetragen wurden und ein völlig neues, zukunftsweisendes, interdisziplinäres Forschungsfeld aufrollten. Erstaunt drehte ich mich um und blickte in mein Bücherregal, wo etliche, bis in die 1930er Jahre zurückreichende Arbeiten – überwiegend deutschsprachige Monographien – aus exakt diesem Forschungsfeld standen. Was war passiert?

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

David Harvey: Die Raumwirtschaft der kapitalistischen Produktion. Ein marxistischer Erklärungsansatz. Oldenburg David Harvey: Die Raumwirtschaft der kapitalistischen Produktion(GHM Diskussions-Papiere, Nr. 5) 1985.
27 S.

In den letzten Jahren wird David Harvey im deutschsprachigen Raum häufiger rezipiert. Schon 1985 haben die Geographischen Hoschulmanuskripte (GHM) aus Oldenburg einen Text von Harvey in deutscher Sprache veröffentlicht. In ihm stellt der Autor Grundzüge einer marxistischen Theorie kapitalistischer Raumwirtschaft vor. Wir möchten diesen frühen Text hier einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Matthias Naumann: Felix Wiegand: David Harveys urbane Politische ÖkonomieDie Krise verstehen

Rezension zu: Felix Wiegand "David Harveys urbane Politische Ökonomie"
 
Mietsteigerungen, Zwangsräumungen, gewalttätige Auseinandersetzungen in den Peripherien europäischer Großstädte – die aktuelle Krise des Finanzkapitalismus wird vor allem in Städten sichtbar. Damit stellen sich nicht nur Fragen nach politischen Strategien für den Umgang mit den vielfältigen Widersprüchen und Konflikten, sondern auch nach einem theoretischen Rahmen, der in der Lage ist, zum Verständnis der derzeitigen Krise und ihrer städtischen Ausprägungen beizutragen. David Harveys Theorie kapitalistischer Urbanisierung ist hierfür ein zentraler Bezugspunkt.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Claus Offe: Europe Entrapped. Cambridge 2015. 104 p.

In this short book, Claus Offe aims to bring into sharp focus the central political problem that lies at the heart of the EU and shackles its ability to deal with the most serious crisis of its short history. Anamaria Dutceac Segesten applauds this provocative but much needed argument calling for more, not less, political debate in the EU today.

 Claus Offe’s Europe Entrapped ispart of a series of shorter texts from Policy Press on the fate of a Europe in crisis. Last year we had Jan Zielonka’s Is the EU Doomed?, in which the author expressed doubts about the future of the institutionalized EU at the same time as he foresaw a continuous integration driving sub-national actors such as regions and cities closer to each other.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Martina Grimmig: Goldene Tropen. Die Koproduktion natürlicher Ressourcen und kultureller Differenz in Guayana. Bielefeld 2011. 293 S.

Im Zuge einer steigenden globalen Nachfrage lässt sich weltweit – jedoch vor allem in Lateinamerika, Afrika und Asien – eine verstärkte Rohstoffausbeutung beobachten. Diese ist einerseits durch Intensivierung, Effizienzsteigerung und Mechanisierung sowie andererseits durch die Inwertsetzung bisher als „wertlos“ oder „leer“ beschriebener Räume und Naturelemente gekennzeichnet. Natur wird dabei nicht nur zerstörerisch angeeignet, sondern auch im Namen der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und der Sicherung der biologischen Vielfalt mit dem Ziel kommodifiziert, Schutz, Aneignung und Verwertung miteinander zu vereinen.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Wilfried Endlicher: Einführung in die Stadtökologie. Wilfried Endlicher: Einführung in die StadtökologieGrundzüge des urbanen Mensch-Umwelt-Systems. Stuttgart 2012. 272 S.

Stadtökologie ist ein Thema, das auf den Nägeln brennen sollte – allein schon wegen des globalen Wachstums der Städte und Agglomerationen. In der fachwissenschaftlichen Literatur hat sich diese Erkenntnis nur in bescheidenem Umfang durchgesetzt. Im deutschen Sprachraum liegt nun nach einer „Stadtökologie in Stichworten“ (2008) ein weiterer Band vor, mit dem ein Autor sich an ein hochkomplexes Thema heranwagt. Um es vorweg zu sagen: Sammelbände mit einer heterogenen Autorenschaft können Werke aus einer Feder nicht ersetzen, weil letztere in sich homogener sind und eine integrative, auch fächerübergreifende Sicht inhaltlich überzeugender verfolgen. Dies drückt sich bereits im Untertitel des zu besprechenden Bandes aus, aber auch im Vorwort und in den einleitenden Kapiteln. Dass das Material zum Teil auf Forschungen aus dem Graduiertenkolleg „Stadtökologische Perspektiven einer europäischen Metropole“ fußt und – wie der Autor im Vorwort bemerkt – deswegen viele Beispiele aus Berlin enthält, betrachtet der Rezensent nicht als Schaden. Zu Recht weist Endlicher darauf hin, dass die Beispiele „von allgemeiner Gültigkeit“ sind.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Peter Dannenberg: Standards in internationalen Wertschöpfungsketten. Akteure, Ziele und Governance in der Obst- und Gemüse-Wertekette Kenia-EU. Münster (Reihe Wirtschaftsgeographie 53) 2012. 270 S.

Der Verfasser befasst sich in seiner publizierten Habilitationsschrift mit der Frage, wie sich Standards auf die Organisation und Steuerung internationaler Wertschöpfungsketten auswirken und wie sich deren Wirkung im Kontext konzeptioneller Arbeiten einordnen und bewerten lässt. Als Beispiel wird Global-GAP gewählt, das als Qualitätssystem für die Landwirtschaft weit verbreitet ist und verbindliche Richtlinien für den Obst- und Gemüseanbau definiert.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Andrej Holm, Klaus Lederer und Matthias Naumann, (Hg.): Linke Metropolenkritik. Erfahrungen und Perspektiven am Beispiel Berlin. Münster (Raumproduktionen: Theorie und gesellschaftliche Praxis 12) 2011. 193 S.


 „Rot-rot war gut für ein Jahrzehnt“, kommentierte die Zeit anlässlich der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18.9.2011, als die bis dato regierende Koalition abgewählt wurde. Noch vor diesem Datum wurde der hier rezensierte Sammelband konzipiert und 2011 herausgegeben. Die Beiträge gehen auf Veranstaltungen des 2007 ins Leben gerufenen Arbeitskreises „Linke Metropolenpolitik“ zurück, der dazu beitragen sollte, die relativ abgeschotteten Sphären der Partei „DIE LINKE“, der sozialen Bewegungen und der kritischen Wissenschaften besser zu vernetzen. Wie schwierig ein derartiges Unterfangen jedoch ist, zeigt allein der Umstand, dass einige soziale Bewegungen bereits früh aus dem AK ausscherten, weil er u.a. von der Fraktion der LINKEN im Berliner Abgeordnetenhaus und der Rosa-Luxemburg-Stiftung gesponsert wurde.

Weiterlesen ...
 
E-Mail Drucken

Vera Vicenzotti: Der „Zwischenstadt“-Diskurs. Eine Analyse zwischen Wildnis, Kulturlandschaft und Stadt. Bielefeld 2011. 387 S.


 Vor inzwischen 17 Jahren hat Thomas Sieverts sein Buch zur Zwischenstadt veröffentlicht. Es erhielt seinerzeit erhebliche Beachtung und führte bei einem großen Teil der Planerszene zu einem Aufschrei der Entrüstung. Der Vorwurf, sich nur mit den Innenstädten zu beschäftigen und wichtige Entwicklungen am Stadtrand zu verschlafen, traf die Akteure, die damals über Stadtentwicklung in Deutschland entschieden, tief. Inzwischen hat sich die Debatte beruhigt, und es sind neue Themen auf der Tagesordnung. So bestimmen Prozesse wie die Reurbanisierung oder die Gentrifizierung, die Folgen des Klimawandels oder die demographischen Veränderungen die aktuelle Stadtentwicklungsdiskussion. Um die Zwischenstadt ist es leise geworden – trotz der einschneidenden Konsequenzen, die etwa die Energiewende oder die wachsende soziale Spaltung der Gesellschaft für die Zwischenstadt mit sich bringen werden.

Weiterlesen ...
 
Wenn Sie Ihre Bücher über unsere Homepage bei buecher.de bestellen, unterstützen Sie unsere Arbeit.
Banner
Neuigkeiten aus allen Disziplinen der Raumforschung raumnachrichten.de auf facebook

UNTER DIE GRÖSSTEN ENTDECKUNGEN,

auf die der menschliche
Verstand in den neusten
Zeiten gefallen ist,
gehört meiner Meinung nach
wohl die Kunst,
Bücher zu beurteilen,
ohne sie gelesen zu haben.

Georg Christoph Lichtenberg