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Donata Valentien (Hg.): Wiederkehr der Landschaft. Return of Landscape. Mit Fotografien von Alexis S. MacLean. Berlin 2010. 272 S.
Zu berichten ist über ein in Deutsch und Englisch verfasstes Buch, das im Kontext einer gleichnamigen Ausstellung zu sehen ist, ohne aber als Ausstellungskatalog zu fungieren. Gegenstand der Ausstellung waren Bilder des gelernten Architekten, Piloten und Photographen Alex S. MacLean, der bevorzugt an US-amerikanischen Städten und Landschaften vor allem deren Veränderungen durch natürliche Prozesse und menschliche Eingriffe dokumentiert. Hiervon geben die in dem Buch zusammengestellten Aufnahmen beredt Zeugnis.
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Elmar Kulke (Hg): Wirtschaftsgeographie Deutschlands. Heidelberg 2010. 359 S.
Die länderkundliche Betrachtung gilt als Königsklasse der Disziplin, da sie es erlaubt, das ganzheitliche Potenzial der Geographie auszuspielen und aus einer historisch evolutionären Perspektive die Gegenwart in ihrer räumlichen Entwicklungsdynamik zu erklären und zu verstehen. Die 1998 erschienene Wirtschaftsgeographie Deutschlands war der damals längst überfällige Beitrag der Wirtschaftsgeographie, ihr bis dahin dominant systemisches Wissen in einer „regionalen Gesamtschau“ zu präsentieren. Die erste Auflage war nach dem Prinzip der Wirtschaftsregionen strukturiert und mit der nun vorgelegten zweiten, völlig neu bearbeiteten Auflage hat der Herausgeber eine nicht mehr primär regional, sondern sektoral strukturierte Darstellungsform gewählt.
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Klaus Marquardt: Deutscher Lernatlas 2011 der Bertelsmann Stiftung
Abstract
Der Ende 2011 von der Bertelsmann Stiftung vorgestellte Deutsche Lernatlas will „Bürgern und Entscheidern einen Blick auf ihre regionale Bildungslandschaft“ ermöglichen. Dieses Klassenziel wird weit verfehlt. Nicht nur stellt sich heraus, dass mit dem gewählten Verfahren Bildung gar nicht gemessen wird (nicht einmal: gemessen werden soll), sondern dass die gewählte Perspektive auf das Thema Lernen für die kommunale Bildungspolitik irrelevant ist.
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Rodríguez Encarnación Gutiérrez, Manuela Boatca & Sérgio Costa (Hg.): Decolonizing European Sociology. Transdisciplinary Approaches. Ashgate 2010. 284.
Die Soziologie als akademische Disziplin war und ist ein Produkt der (europäischen) Moderne. Diese Annahme sowie die darauf aufbauende Tradition der Gesellschaftsanalyse zur Disposition zu stellen, ist das Anliegen des vorliegenden Sammelbandes. Damit liefert der Band einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten innerhalb der westlichen (Sozial-)Wissenschaften. Denn obgleich postkoloniale Kritik auf zentrale soziologische Konzepte – allen voran auf das der Moderne – zielt, lässt eine umfassende Antwort im Sinne einer postkolonialen Soziologie bisher auf sich warten.
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Norman Backhaus: Globalisierung. Braunschweig 2009. 318 S.
Der in der Reihe „Das Geographische Seminar“ im Westermann-Verlag erschienene Band „Globalisierung“ von Norman Backhaus gibt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des komplexen und vielschichtigen Themas der Globalisierung. Backhaus versucht in acht Kapiteln sich dem Phänomen der Globalisierung von verschiedenen Seiten aus zu nähern.
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Lars Meier: Das Einpassen in d en Ort. Der Alltag deutscher Finanzmanager in London und Singapur. Bielefeld 2009. 297 S.
Es gibt inzwischen unzählige Arbeiten, die sich mit dem Phänomen der Globalisierung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen. Dabei gibt es aber kaum eine Arbeit, die sich in einer vergleichbar spannenden Form mit dem Aspekt der Alltagsbewältigung einer ausgewählten Gruppe von Expatriates – nämlich der deutschen, männlichen, weißen, globalen Elite in Form der hoch qualifizierten Finanzmanager – in zwei ausgewählten Global Cities – nämlich in London und Singapur – beschäftigt wie die Dissertation des Soziologen und Geographen Lars Meier. Meier geht es im Kern um die Unterschiede in der Alltagsbewältigung dieser ausländischen Manager zwischen den beiden Untersuchungsorten London und Singapur.
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Andrew Simms: Ecological Debt: Global Warming and the Wealth of Nations. London, New York 2009. 2., erw. Auflage. 336 S.
Das Buch entzieht sich einer klaren Kategorisierung – und bietet gerade deswegen spannende Lektüre. Kindheitsanekdoten, Reiseberichte, Werbeslogans der Autoindustrie, die Schilderung eines Museumsbesuchs, biographische Darstellungen historischer Persönlichkeiten und Zitate aus mehreren Jahrhunderten mischt Simms mit vielen Fakten und Zahlen, um seine Hauptthese zu entwickeln: Die Industrieländer fordern als Gläubiger die Bezahlung monetärer Schulden von den Entwicklungsländern – der Begriff wird ohne weitergehende Reflexion verwendet – und tragen damit Verantwortung für eine Schuldenkrise, die nach UN-Angaben zum Tod von 7 Mio Kindern pro Jahr führt (8); eigentlich aber sind die Industrieländer Schuldner der Entwicklungsländer – in ökologischer Hinsicht.
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Tobias Scheidegger: Flanieren in ArCAADia. Digitale Architekturvisualisierungen – Analyse einer unbeachteten Bildgattung. Zürcher Beiträge zur Alltagskultur. Zürich 2009. 157 S.
Stadtplanung im Bild – «Keine dunklen Ecken, niemals»
Dekorativ und unschuldig kommen sie daher: die Bilder, mit denen ArchitektInnen ihre Projekte anpreisen. Der Zürcher Kulturwissenschaftler Tobias Scheidegger schaut hinter die Fassade. Sie sind überall. Auf Websites von Gemeinden, in Abstimmungsprospekten, auf Werbebildschirmen: die Bilder von zukünftigen Gebäuden. In der Fachsprache heissen sie Architekturvisualisierungen oder Renderings. In strahlendem Licht präsentieren sie geplante Einkaufszentren, Bürotürme und Parks so, als wären sie bereits fertig.
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Christa Reicher, Klaus Kunzmann, Jan Polivka, Frank Roost, Yasemin Utku, Michael Wegener (Hg.): Schichten einer Region. Kartenstücke zur räumlichen Struktur des Ruhrgebiets. Berlin 2011. 248 S. 
vorgestellt von Christa Reicher
Kurztext
Das Ruhrgebiet ist in vielerlei Hinsicht eine einzigartige Region - in der Entwicklung zu einem der größten europäischen Ballungsräume der Schwerindustrie ebenso wie im Strukturwandel zu einer Technologie- und Dienstleistungsregion.
Die Kartenstücke veranschaulichen einzelne thematische Schichten des Ruhrgebiets in Karten, Grafiken und textlichen Erläuterungen. Sie gehen dabei über die bisher bekannten Darstellungen hinaus und zeigen überraschende Strukturen und Prozesse des aktuellen Wandels in siedlungsgeographischer, ökonomischer, landschaftlicher, ökologischer sowie sozialer und baulicher Hinsicht. Ihre Zusammenführung am Ende des Buches bietet einen Beitrag zur Diskussion über die künftige Gestaltung der Region.
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Jürgen Hasse: Das Wohnen bedenken
Abstract
Ines Lauffer setzt sich in ihrer diskursanalytischen Interpretation von sechs Romanen der Neuen Sachlichkeit mit den Wechselwirkungen zwischen imaginierten und diskursiven Welten des Wohnens auseinander. Aber nicht nur in der Wirklichkeit der Texte wird die Ästhetik des Wohnens von Diskursen der Architektur überschrieben. Im Bau von Wohnhäusern wie in der Einrichtung von Wohnungen schwingen visionäre und utopische Subjektentwürfe mit. Die Wohnungen und die Dinge des Wohnens sind Medien der Behausung und der Vermittlung von Identität.
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