Diskussionen aus Geographie, Umweltwissenschaft, Raumplanung, Länderkunde, Stadtforschung, Regionalwissenschaft und Erdkunde
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Natur, Mensch, Gesellschaft und das „Brückenfach“ Geographie – ein Interview mit Henning Nuissl
geographische revue: Herr Nuissl, Sie arbeiten als Sozialwissenschaftler am UFZ, dem Hemholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Bei dem Ausdruck „Umweltforschung“ denkt man ja nicht in erster Linie an Sozialwissenschaften. Welche Rolle haben denn hier Sozialwissenschaftler, auch in Ihrer Person? Auf welche Weise funktioniert hier die interdisziplinäre Zusammenarbeit?
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Stellungnahme von Prof. Dr. Werner Bätzing zur Thematisierung der ländlichen Räume im Bericht des Zukunftsrates der Bayerischen Staatsregierung vom Dezember 2010
1. Die ländlichen Räume in Bayern werden in diesem Bericht sehr unscharf und diffus wahrgenommen, u.zw. entweder als "Umland" von Großstädten (S. 41-42) oder als periphere, schlecht erreichbare Räume (S. 42 unten, 43). Dabei werden erstens die suburbanen Räume fälschlicherweise mit ländlichen Räumen verwechselt (S. 50, 59), und zweitens wird der ländliche Raum sehr verkürzt gesehen, denn beim üblichen Stand der Forschung wird der ländliche Raum in fünf Subtypen unterteilt, von denen der Zukunftsrat nur zwei kennt.
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Netzwerk(analys)e in der deutschen Humangeog raphie
In diesem Beitrag werden soziale Netzwerke innerhalb der deutschen Geographie in den Blick genommen: Die Hochschulgeographie will Wissen schaffen, Wissensbestände verwalten und die Weitergabe sowie den Austausch von disziplinärem Wissen organisieren. Wenn wir uns dieses Wissen als einen kommunikativen und kooperativen Austauschprozess zwischen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen vorstellen, lässt sich die Hochschulgeographie als Wissensnetzwerk konzeptualisieren. Freilich ist das Konzept des Wissensnetzwerks recht diffus oder zumindest empirisch schwierig zu fassen. Das hier vorgestellte Forschungsprojekt möchte einen Beitrag leisten, indem es einen methodischen Weg vorschlägt, sich mithilfe der Social Network Analysis (SNA) dem Konzept des Wissensnetzes empirisch zu nähern. Exemplifiziert wird dieser Weg am Wissensnetz der Humangeographie in Deutschland.
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Cultural turn in Frankr eich?Neben vielen anderen Wendungen in der Wissenschaft, gibt es auch den "cultural turn". Dieser hat sich inzwischen in der deutschsprachigen Geographie heftig zu Wort gemeldet und mit der "Neuen Kulturgeographie" auch ein Stück weit institutionalsiert. Doch wie sieht es in den Nachbarländern aus? Dieser Frage gehen die beiden Autorinnen Sandra Petermann und Mélina Germes am Beispiel Frankreichs nach. Gibt es dort eine neue Kulturgeographie? Und wenn ja, aus welchen wissenschaftlichen Traditionen wird dort die kulturelle Wende gespeist? Mélina Germes und Sandra Petermann geben einen interessanten Einblick in die Diskussionen im Nachbarland Frankreich.
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Helbrecht-Sondermann-Debatte neuer Kommentar
In ihrem Aufsatz "Wissenschaft, Bildung, Öffentlichkeit: Wohin gehen wir?" in der aktuellen geographischen revue (2/2009 S. 16-21) vertritt die Geographin Ilse Helbrecht von der Humboldt-Universität Berlin die Auffassung, dass die Wissenschaftsgesellschaft vor der Wissensgesellschaft zu schützen sei. Sie sieht die Gefahr, "dass die verflachten Unterhaltungsmaßstäbe der medial inszenierten Öffentlichkeit zu einem Maßstab werden auch für die Verbreitung und Diskussion von Wissen in der Universität".
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Wissenschaft, Öffentlichkeit, Wissenschaftskommunikation
In der im Oktober 2009 erschienenen geographischen revue geht es um die problematische Beziehung von Wissenschaft und Öffentlichkeit und um Wissenschaftskommunikation. Wir veröffentlichen hier Auszüge aus zwei Aufsätzen, die ermuntern sollen, die vorgetragenen Argumente aufzugreifen und zu diskutieren.
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