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Diskussionen aus Geographie, Umweltwissenschaft, Raumplanung, Länderkunde, Stadtforschung, Regionalwissenschaft und Erdkunde



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Dieter Böhn
Das vermittelte Bild: die Wirtschaftsmacht China im Unterricht
China im Geographieunterricht, untersucht am Beispiel der Darstellung in Schulbüchern

Schulbücher als Grundlage
Eine Analyse von Schulbüchern bietet eine sehr gute Möglichkeit zu ermitteln, was Schülerinnen und Schüler über ein Thema erfahren. Denn Schulbücher setzen die Vorgaben der Lehr- und Bildungspläne um, sie sind durch die Kultusministerien der einzelnen Länder genehmigt und sie gelten in der Praxis oft als "heimliche Lehrpläne". Zwar hält sich der konkrete Unterricht vielfach nicht an die Abfolge der einzelnen Themen, doch werden oftmals Texte, Grafiken, Tabellen und Bilder herangezogen, um in einem handlungsorientierten Unterricht die vorgegebenen Lernziele und Kompetenzen zu erreichen.

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Werner Bätzing: Makroregion Alpen und Alpenkonvention – Gegensatz oder ideale Ergänzung? Die europäischen Makroregionen zwischen Aufwertung von Peripherien und Stärkung von Metropolregionen

Alpine macro-region and Alpine Convention – Contrast or ideal complement?
The European macro-regions between positive revaluation of peripheries and emphasis on
metropolitan regions

Kurzfassung

Seit kurzem hat eine Diskussion über eine makroregionale Alpenraumstrategie begonnen,
bei der unklar ist, worin ihre zentrale Zielsetzung besteht, auf welches Gebiet sie sich bezieht
und wie ihr Verhältnis zur Alpenkonvention aussehen soll.

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Pascal Goeke, Swen Zehetmair: Zitationsnetzwerk in der HumangeographieNetzwerke und ihre Herausforderung für Systemtheorie und Humangeographie1, 2

Abstract
Die gegenwärtigen Forschungen zu Netzwerken und die damit einhergehende Theorieentwicklung stellen sowohl für einzelne Disziplinen wie auch für die soziologische Systemtheorie große und vielfältige Herausforderungen dar. Ohne Ansprüche auf Versöhnung oder theoretische Ökumene stellt der Beitrag zunächst zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede von System- und Netzwerktheorie(n) heraus, versucht diese aufeinander zu beziehen und zeigt abschließend wie eine Integration in die disziplinäre Matrix der Geographie aussehen könnte.

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Natur, Mensch, Gesellschaft und das „Brückenfach“ Geographie – ein Interview mit Henning Nuissl

geographische revue: Herr Nuissl, Sie arbeiten als Sozialwissenschaftler am UFZ, dem Hemholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Bei dem Ausdruck „Umweltforschung“ denkt man ja nicht in erster Linie an Sozialwissenschaften. Welche Rolle haben denn hier Sozialwissenschaftler, auch in Ihrer Person? Auf welche Weise funktioniert hier die interdisziplinäre Zusammenarbeit?

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Stellungnahme von Prof. Dr. Werner Bätzing zur Thematisierung der ländlichen Räume im Bericht des Zukunftsrates der Bayerischen Staatsregierung vom Dezember 2010

1.
Die ländlichen Räume in Bayern werden in diesem Bericht sehr unscharf und diffus wahrgenommen, u.zw. entweder als "Umland" von Großstädten (S. 41-42) oder als periphere, schlecht erreichbare Räume (S. 42 unten, 43). Dabei werden erstens die suburbanen Räume fälschlicherweise mit ländlichen Räumen verwechselt (S. 50, 59), und zweitens wird der ländliche Raum sehr verkürzt gesehen, denn beim üblichen Stand der Forschung wird der ländliche Raum in fünf Subtypen unterteilt, von denen der Zukunftsrat nur zwei kennt.

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neuer Kommentar

Netzwerk(analys)e in der deutschen Humangeographie

In diesem Beitrag werden soziale Netzwerke innerhalb der deutschen Geographie in den Blick genommen: Die Hochschulgeographie will Wissen schaffen, Wissensbestände verwalten und die Weitergabe sowie den Austausch von disziplinärem Wissen organisieren. Wenn wir uns dieses Wissen als einen kommunikativen und kooperativen Austauschprozess zwischen Wissenschaftlern und Forschungsgruppen vorstellen, lässt sich die Hochschulgeographie als Wissensnetzwerk konzeptualisieren.
Freilich ist das Konzept des Wissensnetzwerks recht diffus oder zumindest empirisch schwierig zu fassen. Das hier vorgestellte Forschungsprojekt möchte einen Beitrag leisten, indem es einen methodischen Weg vorschlägt, sich mithilfe der Social Network Analysis (SNA) dem Konzept des Wissensnetzes empirisch zu nähern. Exemplifiziert wird dieser Weg am Wissensnetz der Humangeographie in Deutschland.

Kommentare (3)
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Cultural turn in Frankreich?

Neben vielen anderen Wendungen in der Wissenschaft, gibt es auch den "cultural turn". Dieser hat sich inzwischen in der deutschsprachigen Geographie heftig zu Wort gemeldet und mit der "Neuen Kulturgeographie" auch ein Stück weit institutionalsiert. Doch wie sieht es in den Nachbarländern aus? Dieser Frage gehen die beiden Autorinnen Sandra Petermann und Mélina Germes am Beispiel Frankreichs nach. Gibt es dort eine neue Kulturgeographie? Und wenn ja, aus welchen wissenschaftlichen Traditionen wird dort die kulturelle Wende gespeist? Mélina Germes und Sandra Petermann geben einen interessanten Einblick in die Diskussionen im Nachbarland Frankreich.
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Helbrecht-Sondermann-Debatte
neuer Kommentar

In ihrem Aufsatz "Wissenschaft, Bildung, Öffentlichkeit: Wohin gehen wir?" in der aktuellen geographischen revue (2/2009 S. 16-21) vertritt die Geographin Ilse Helbrecht von der Humboldt-Universität Berlin die Auffassung, dass die Wissenschaftsgesellschaft vor der Wissensgesellschaft zu schützen sei. Sie sieht die Gefahr, "dass die verflachten Unterhaltungsmaßstäbe der medial inszenierten Öffentlichkeit zu einem Maßstab werden auch für die Verbreitung und Diskussion von Wissen in der Universität".
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Wissenschaft, Öffentlichkeit, Wissenschaftskommunikation

In der im Oktober 2009 erschienenen geographischen revue geht es um die problematische Beziehung von Wissenschaft und Öffentlichkeit und um Wissenschaftskommunikation.
Wir veröffentlichen hier Auszüge aus zwei Aufsätzen, die ermuntern sollen, die vorgetragenen Argumente aufzugreifen und zu diskutieren.
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SYSTEM GEGEN NETZWERK? NETZWERKTHEORIE VERSUS SYSTEMTHEORIE?

Pascal Goeke und Swen Zehet-
mair untersuchen, wie sich in der
sozialwissenschaftlichen Theorie-
entwicklung Systemtheorie und
Netzwerktheorie zueinander
verhalten und wie diese beiden
Theoriestränge für die Human-
geographie nutzbar zu machen
wären. Der Aufsatz trägt Merkmale
eines Workingpaper: Aufarbeitung
des Forschungsstandes, einige
Gedanken und Argumente, aber
auch noch lose Enden. Die
Autoren würden sich freuen, wenn
kritische Geister ihr Papier gründ-
lich kritisierten und sind dankbar
für Rückmeldungen, Hinweise
und andere Beiträge zu ihrem
Papier.

Netzwerke und Geographie